Anzeige

Guaifenesin: Umstellung von Kapseln auf Tabletten

Wie funktioniert die Umstellung von Kapseln auf Tabletten? In diesem Beitrag berichte ich von den Erfahrungen, die Betroffene und auch ich selbst bisher mit den neuen Tabletten bzw. mit der Umstellung gemacht haben. Dabei gehe ich auf folgende Themen ein:

  1. Meine Umstellung auf Tabletten
  2. Erfahrung anderer Betroffener
  3. Fragen und Antworten
Guaifenesin: Umstellung von Kapseln auf Tabletten

1. Meine Umstellung auf Tabletten

Meine Vorgeschichte

Es war eigentlich nicht geplant, dass ich auf die Tabletten umstelle, da ich mit dem MC Guaifenesin in der Vergangenheit nicht erfolgreich war. Während einer längeren Therapiepause rückte das Problem mit dem Cytochromsystem in den Fokus und ich habe wieder mit dem Kurzzeit Guaifenesin begonnen. Wenn Dir das Cytochromsystem noch unbekannt ist und Du mehr darüber wissen möchtest, dann schaue Dir das Video „Cytochromsystem P450 bei der Guaifenesintherapie“ an. 

Die Umstellung

Für das Video „Cytochromsystem P450 bei der Guaifenesintherapie“ hatte ich zum Größenvergleich einige Tablettenmuster hier. Da kam mir die Idee in den Sinn, sie einfach mal auszuprobieren. Ich wollte sie spät abends nehmen, sodass sie mich über Nacht mit Guaifenesin versorgen, weil ich bisher nur Kurzzeit genommen hatte. Ich habe mich schließlich getraut und Anfang Juni spät abends eine Tablette genommen. Zu meiner Überraschung bin ich am nächsten Morgen mit ganz deutlichen Ausschwemmbeschwerden aufgewacht. Das habe ich so in der Stärke und in der Gesamtheit schon ewig nicht gehabt. Es fing am Schädelansatz mit Kopfschmerzen an, zog sich den Nacken entlang, hinab in den Schulterbereich. Es war wie ein verkrampfter Strang, der von oben nach unten ging. Ich habe dann die nächsten beiden Abende auch die Tablette genommen, um zu sehen, ob das wirklich mit der Tablette zusammen hing. Die Ausschwemmbeschwerden hatte ich dann tagelang. So kam es dann, dass ich auf eine Kombination mit Tabletten und Kurzzeit Kapseln umgestellt habe. Es war mir zu riskant das Kurzzeit ganz wegzulassen. Ich nehme jetzt morgens gegen 7 Uhr 300mg Kurzzeit, am späten Vormittag eine 600mg MC Tablette, am frühen Abend 300mg Kurzzeit und spät abends vor dem Schlafen eine 600mg MC Tablette.

Durch die Guaifenesinpause und dem Aspekt, dass ich ca. 1,5 Jahre nur Kurzzeit Guaifenesin genommen habe, hat die Zeit bzgl. des Cytochromsystems möglicherweise gereicht, dass das MC Guaifenesin wieder bei mir wirkt. Man muss aber beachten, dass das Ganze riskant ist. Ich muss sehr aufmerksam sein und mich kartieren lassen, sobald ich die Gelegenheit dazu habe. Hier wird wieder deutlich, wie wichtig und hilfreich Kartierungen sein können.

Der Verlauf

Am Anfang hatte ich sehr deutliche Symptome im Schulter- und Nackenbereich sowie Kopfschmerzen. Dann sind die Beschwerden in den Beckenbereich gewandert, wo meine Problemzone liegt. Ich merke eine deutliche Verbesserung durch die Anwendung Cytochromsystem P450 bei der Guaifenesintherapie. Wenn ich die Anwendung mit den vorherigen Anwendungen vergleiche, habe ich weniger Schmerzstellen. Ich muss viel tiefer massieren um Stellen zu finden, die schmerzen. Ich bin zwar nicht beschwerdefrei, aber es ist deutlich besser geworden. Auch der Bereich um das Daumengelenk ist viel besser geworden. Die Verhärtungen und Schmerzen im Rücken ebenfalls. Ich spüre auch die Phasen im Wechsel deutlicher. So habe ich gute und schlechte Phasen im Wechsel.

2. Erfahrung anderer Betroffener

Eine Betroffene hat von 3 Einnahmen MC Kapseln auf 2 Einnahmen Tabletten gewechselt. Sie hat vor der Umstellung 3x täglich 900mg MC Kapseln genommen und dann auf 2x täglich 300mg MC Kapseln mit einer 600mg Tablette umgestellt. Das ist zugleich eine Dosisreduzierung von 2700mg auf 1800mg täglich. Sie schreibt: „Ich hatte sofort das Gefühl, dass es vor allem die ersten Stunden nach der Einnahme nicht mehr so heftig wirkt wie nur mit den Kapseln. Mir geht es besser mit dieser Einnahme. Es ist irgendwie sanfter und es geht mit blendend.“ Es ist in diesem Fall wichtig, dass der Körper kartiert wird, um zu schauen, ob die niedrige Dosis ausreicht und es ihr nicht deswegen gut geht, weil weniger Guaifenesin genommen wird.

Eine andere Betroffene hat mir geschrieben: „Die Umstellung begann mit einem kleinen Schub, seitdem ist alles gut. Ich finde es toll, dass die Tabletten soviel preiswerter sind.“ Sie bezieht sich dabei auf die 600mg Tabletten, die tatsächlich preiswerter als die Kapseln sind.

Eine weitere Betroffene, die ihre Gesamtdosis bei der Umstellung leicht erhöht hat, schrieb: „Ich hatte ganz ähnliche Symptome wie zu Beginn der Guaifenesintherapie. Insgesamt eine deutliche Besserung zu den vorangegangenen Monaten.“

Die Größe der Tabletten

Bei den Rückmeldungen habe ich festgestellt, dass für viele Betroffene das Schlucken der 600mg Tablette Schwierigkeiten bereitet. Anfangs gab es nur 600mg Tablette, mittlerweile gibt es auch kleinere Größen. Im folgenden Bild siehst Du die Größe der 600mg Tablette im Vergleich zu einer 300mg und 450mg Kapsel.

Guaifenesin: Umstellung von Kapseln auf Tabletten

Wer Probleme mit dem Schlucken hat, kann auch 2x eine 300mg Tablette nehmen. Ich habe mit Herrn Engel aus der Husarenapotheke gesprochen und er sagt, dass die Freisetzung von den 600mg und den 300mg Tabletten ziemlich parallel läuft und man keinen Nachteil hat, wenn man statt einer 600mg Tablette lieber zwei 300mg Tabletten einnimmt.

Eine andere Betroffene hat mir wiederum geschrieben, dass das Schlucken ihr leicht fällt. Mir fällt es auch nicht schwer, die 600mg zu schlucken. Eine Betroffene schrieb sogar: „Ich nutze die Tabletten seit ca. einem Monat und bin begeistert. Die Kapseln haben sich oft quer in meiner Speiseröhre verkeilt und steckten dort bis zu einer Stunde fest und haben mir Qualen verursacht. Die Tabletten sind schön rund, sodass das nicht mehr passiert.“

3. Fragen und Antworten

Werden die Tabletten auf Rezept möglich sein?

Das Guaifenesin ist in Deutschland nicht auf Rezept erhältlich. In Österreich erhalten manche ein Rezept und können das Guaifenesin in der Apotheke einreichen und so die Kosten erstattet bekommen. In der Schweiz übernimmt die Krankenkasse die Kosten unter bestimmten Voraussetzungen. Die Kosten werden aber nur übernommen, wenn man das Guaifenesin in der Schweiz kauft. Die Tabletten der Husarenapotheke sind allerdings in der Schweiz nicht erhältlich.

Gibt es Tabletten in Kurzzeit und Langzeit?

Die Tabletten gibt es nur in Langzeit.

Kann man die Tabletten nur in der Husarenapotheke kaufen?

Ja, die Husarenapotheke hat die Tabletten in den letzten zwei Jahren entwickelt und man kann sie nur exklusiv dort kaufen.

Wie wurden die Tabletten getestet?

Die Tabletten wurden in vitro getestet, das heißt im Reagenzglas und nicht in vivo, am lebenden Objekt. Eine Testung am lebenden Objekt wie am Tier oder Menschen, ist sehr schwer umsetzbar. Dabei müssten umfangreiche Studien durchgeführt werden, was sehr teuer wäre.

Guaifenesin: Umstellung von Kapseln auf Tabletten

Hier siehst Du das Freisetzungsprofil von den Kapseln aus Amerika (MdR Kapseln), die Dr. Amand für die Therapie empfiehlt, welche in grün dargestellt sind und den neuen Tabletten der Husarenapotheke, in rot dargestellt. Wie Du sehen kannst, haben die Tabletten der Husarenapotheke eine bessere verzögerte Freisetzung als die MdR Kapseln.

Guaifenesin: Umstellung von Kapseln auf Tabletten

Inzwischen gibt es die Tabletten zusätzlich in einer Dosierung von 150mg, 300mg und 450mg. Die Husarenapotheke hat es geschafft, die verzögerte Freisetzung bei diesen Tabletten noch weiter zu verbessern, sodass der Körper über einen längeren Zeitraum mit dem Guaifenesin versorgt wird. Du siehst die Ergebnisse der Tabletten als roten Balken dargestellt.

Falls Du noch weitere Fragen zu den Tabletten und der Umstellung hast, dann nimm gerne Kontakt mit mir auf.

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.