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Missverständnisse

Mit diesem Beitrag möchte ich zwei Missverständnisse aus dem Weg räumen, die mir schon häufiger begegnet sind im Kontakt mit anderen Betroffenen. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen weiter? Das würde mich freuen.

Erstes Missverständnis: Kartierung zur Dosisfindung

Wenn man seine Dosis mit Hilfe einer Kartierung sucht, ist es nicht so, dass sich die Kartierung “nach und nach” verbessert. Es ist eher das “an/aus”-Prinzip. Wenn man die richtige Dosis hat, sind die abgetasteten Bereiche am linken Oberschenkel frei. Aber erst dann! Und zwar alle.

Es ist nicht so, dass es nach und nach immer weniger werden. Es kann mal sein, dass sich 2 “Knubbel” zu einem großen zusammenschließen, aber es ist nicht so, dass man steigert und steigert und die Kartierung wird nach und nach immer besser. Das wird sie erst, wenn die richtige Dosis erreicht ist. Bei manchen Therapieanwendern liegt diese Dosis bei 1200 oder 1800 mg, bei anderen wiederum erst bei 3000 oder 4000 mg oder noch mehr.
Missverständnisse
Wenn man also einige Male beim Kartieren war und es hat sich noch nicht viel verändert, dann ist es einfach nur ein Zeichen dafür, dass man seine Dosis noch nicht erreicht hat. Es bedeutet nicht, dass die Therapie nicht funktioniert.

Zweites Missverständnis: Blockierung durch Salicylate im Essen und durch die Haut

Es gibt Tausende von Rezeptoren an den Nierentuboli. Die Salicylate passen dort wunderbar rein und werden sozusagen bevorzugt gewählt, sie passen wie Deckel und Topf. Wir müssen die Salicylate meiden, damit stattdessen das Guaifenesin an die Rezeptoren andocken kann.
Beim Essen werden die meisten Salicylate im Verdauungstrakt verstoffwechselt. Aber einige Salicylate, die wir mit dem Essen zu uns nehmen, erreichen trotzdem die Nierentuboli und blockieren dort Rezeptoren. Das passiert vor allem über die Aufnahme im Mund, über die Mundschleimhaut. Zum Beispiel wenn wir einen ganz normalen Salat mit Olivenöl essen.
Missverständnisse
Nun sagt Dr. St. Amand aber ja, dass man bezüglich des Essens keine Rücksicht nehmen muss (bis auf die bekannten Blocker wie Minze, Menthol und Konzentrate, z.B. in Smoothies und Fruchtsäften, Tee, Lakritz, usw.).

Wie passt das denn zusammen?

Nun, es gibt bei dieser Therapie keine freien Nierentuboli zu 100%!!!! Es sind immer welche belegt durch Salicylate. Dr. St. Amand’s Empfehlungen orientieren sich deshalb daran, die Anzahl der belegten Tuboli so gering wie möglich zu halten, damit das Guaifenesin ausreichend wirken kann.
Er unterscheidet zwischen Dingen, die für uns äußerst wichtig sind und Dingen, die wir anders regeln können.
Essen zum Beispiel ist überlebenswichtig. Und erst recht ist es wichtig, viel Gemüse zu essen (oder auch Salate). Darauf können wir nicht verzichten. Wenn wir unserem Körper nicht die erforderlichen Nährstoffe zuführen, können wir nicht gesund werden, egal wie viel Guaifenesin wir nehmen.
Deshalb ist es so wichtig ALLE ANDEREN Blocker zu meiden, wie zum Beispiel Tee, Rauchen, Salicylate in Pflegeprodukten, Zahncreme usw..
Die Grenze, ab wann man durch zu viel Salicylate blockiert ist, ist wohl zum einen sehr individuell und zum anderen nicht meßbar. Wir können nur auf Nummer sicher gehen und alles meiden, was zusätzlich blockieren könnte. Nur so kann das Guaifenesin größtmöglich wirken.
Es darf nicht sein, dass wir auf Olivenöl und Salat verzichten, um weiterhin rauchen zu können…. Das wird nicht funktionieren. Niemand weiß, wie stark wir blockieren durch ein Öl in einem Kajal, das über die Haut aufgenommen wird und über den Blutkreislauf schnell an den Nierentuboli landet oder eben durch täglichen Zigarettenkonsum.
Dr. St. Amand’s jahrzehntelangen Erfahrungen dienen als Grundlage der Therapie. Wir alle können davon profitieren, wenn wir die Therapie richtig anwenden.

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