Anzeige

über Salizylate, Dosisfindung und die 6.Woche

Salizylate zu vermeiden ist wirklich eine Herausforderung! Nach nun fast sieben Wochen Guaifenesintherapie bin ich bereits in die ersten Fallen getappt. Im Video berichte ich davon.

Meine aktuellen Beschwerden sind Antriebslosigkeit, Gereiztheit, Schwerfälligkeit, schlechte Laune. Doch auch Krämpfe nachts und die Folgen einer Überanstrengung (Muskelkater, Erschöpfung) sind kurz Thema.

Salizylate

Salizylate sind für mich immer noch sehr verwirrend, ich bin in einige Fettnäpfchen getappt. Ich brauche wohl noch eine Weile, bis ich verinnerlicht habe, welches Verhalten mich blockieren kann. Momentan bin ich damit noch etwas überfordert und habe noch viel zu lernen! Auf einer Seite von Dora Maier findet sich eine Liste mit salizylatfreien Produkten.

Video vom 29.06.2012

Wer sich mit der Guaifenesintherapie auskennt und mich bzgl. der Erklärungen zu den Salizylaten oder der Dosisfindung korrigieren bzw. ergänzen möchte, kann das gern über die Kommentarfunktion tun. Herzlichen Dank dafür!

Anzeige

7 Antworten auf „über Salizylate, Dosisfindung und die 6.Woche“

  1. Hallo Mirjam,
    danke für Deine Mitteilung. Gern versuche ich, Deine Fragen zu beantworten.
    Zuerst muß ich aber darauf hinweisen, daß es wirklich wichtig ist, alle anderen in Frage kommenden Krankheiten ausgeschlossen zu haben. Es gibt Krankheiten mit ähnlichen Beschwerdebildern, die ggf. anders behandelt werden müssen. Hier verweise ich an einen guten Arzt.

    Nun zu den Fragen:

    Zu den Kräuterextrakten:
    man muß unterscheiden zwischen den Dingen, die man isst und den Dingen, die man auf die Haut gibt. Alles, was man isst (alles außer Minze!) stellt kein Problem dar. Die über das Essen aufgenommenen Salizylate werden verstoffwechselt und gelangen nicht in den Blutkreislauf.
    Anders bei Salizylaten, die man über die Haut aufnimmt, z.B. bei einer Creme mit Aloe Vera Extrakt. Über die Haut landen diese Salizylate im Blutkreislauf und blockieren die Wirkung des Guaifenesins. In Zahnpasta ist Minze/Menthol enthalten. Das sind die stärksten Blocker. Sie gelangen innerhalb von Sekunden über die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf. Darum darf man Minze ebenfalls nicht essen. Andere Nahrungsmittel sind in ihrem Salizylat-Gehalt niedriger, so daß eine gewisse Toleranzgrenze nicht überschritten wird.

    Gemüse:
    Ist größtenteils schon oben beantwortet, Rohkost wird verstoffwechselt und gelangt somit nicht in den Blutkreislauf.
    Alle Pflanzen enthalten Salizylate, auch Gräser. Läuft man barfuß über eine Wiese, kann es passieren, daß die Haut die Salizylate der Gräser aufnimmt und in den Blutkreislauf weitergibt.

    Der Verzicht auf Tee (und Zigaretten) ist für die Meisten (einschließlich mir) ein großes Opfer für diese Therapie. Mittlerweile habe ich mich an Wasser (kalt, heiß, warm) gewöhnt… Man kann gern ein paar Spritzer Zitronensaft mit Süßstoff hinzufügen oder z.B. eine Scheibe Apfel oder Ingwer.
    Auch Deit-Produkte oder andere Limonaden mit Süßstoffen sind erlaubt.
    Jedoch keine Säfte, da es sich bei Säften in den meisten Fällen um Konzentrate handelt und diese somit blockieren können. Immer nur solche Mengen zu sich nehmen, wie man sie auch essen könnte…. (Wieviele Orangen stecken in einem Glas Orangensaft? Soviel würde man niemals auf einmal essen).

    Wenn Du Schwierigkeiten mit Zucker hast, kann ich Dir nur die Ernährungsform nach Amand ans Herz legen.

    Weitere Informationen findest Du auch noch in einem Betroffenen-Forum, in dem ich ebenfalls aktiv bin. Hier der Link dorthin
    Fibromyalgie-Guaifenesin-Forum

    Natürlich kannst Du Dich bei weiteren Fragen auch einfach hier auf dem Blog melden.

    LG und alles Gute für Dich und Deine Tochter, Barbara

  2. Hallo Barbara,
    bin eben zufällig hier gelandet. Ich habe bisher noch keine Diagnose FMS, aber seit ca. 30 Jahren diverse Gesundheitsprobleme (bin 38). Jetzt habe ich das Buch von Dr. St. Amand gelesen und auf einmal passt alles für mich zusammen. Auch meine Tochter, die "anders" ist als andere Kinder, passt auf einmal ins Bild. Laut den Ärzten, bei denen ich in den letzten Jahren war, ist alles psychosomatisch oder ich wurde gleich als Hypochonder bezeichnet. Und meine Tochter geht jetzt seit 10 Jahren durch Therapien ohne Erfolg. Ich habe jetzt mit meiner ehemaligen Hausärztin Kontakt aufgenommen, die ich sehr schätze und die sehr aufgeschlossen ist auch für alternative Behandlungsmöglichkeiten. Vielleicht ist sie bereit, mir weiterzuhelfen.

    Ich habe noch mehrere Fragen:

    Kräuterextrakte muss man ja vermeiden, wenn man Guai nimmt. Aber Kräuter zum Kochen soll man verwenden. Das verstehe ich nicht. In Zahnpasta und ähnlichem darf nix davon drin sein, aber wenn ich es esse, macht es nichts mehr aus, warum? Es kommt doch dann auch in Berührung mit meinen Schleimhäuten…

    Die Frage mit dem Gemüse hätte ich jetzt auch gestellt, da im Buch ja steht, dass es reichen kann, barfuß durch eine Wiese zu laufen, um blockiert zu werden. Was aber ist, wenn ich Rohkost esse???

    Gibt es irgendwelche Tees (Kräuter oder Früchte), die ich trinken kann? Kaffee und zuckriges vertrage ich sowieso nicht, dann bliebe mir für den Rest meines Lebens nur noch Wasser…nicht schön, aber wenn es denn sein muss…

    Wäre super, wenn du mir ein bißchen Verwirrung nehmen könntest!
    LG Mirjam

  3. Hallo Barbara,ich habe eine Frage bezüglich der Salzylate,es heißt ja,alle Pflanzen enthalten sie,wenn ich also Gemüse schneide oder einen Apfel oder eine Möhre essen möchte,muß ich immer Handschuhe tragen?
    Ich habe im Internet unter http://www.schlank-im-schlaf-shop.de Brot zum selber backen gefunden,es liegt mit nur 4,9% Kohlehydraten pro 100g unter dem Glykämischen Index ist für mich wichtig,da ich Diabetes Typ2 habe.Aber vieleicht ist es auch für andere Fibros von Nutzen.
    Liebe Grüße Angelika

    1. Hallo Angelika,
      lt. Forum sind normale Mengen der Essenszubereitung tolerierbar, man sollte sich nur anschließend die Hände waschen.
      Kommt man über längere Zeit damit in Kontakt, weil man z.B. größere Mengen zu bewältigen hat, sollte man Handschuhe tragen.
      Ich persönlich trage keine Handschuhe bei solchen Sachen. Nur bei Zitronen/Orangen und Kräutern ziehe ich mir welche an. Habe mal gelesen, daß die sehr salizylathaltig sind. Ich muß aber immer aufpassen mit den Speiseöl-Flaschen….Ich kann mir noch so viel Mühe geben, der Rand oder der Verschluß sind oft ölig….

      Zu den Broten: häufig ist diesen Broten Gluten zugefügt. Das wage ich besser nicht, bin froh, daß mein Bauch wieder klar kommt…

  4. Wie zu sehen ist, habe ich den bisherigen Kommentar und meine Antwort darauf gelöscht. Ich habe Teile des Kommentars von "Guai-Anwenderin" entfernen müssen. Ihren Kommentar sowie meine Antwort darauf habe ich bearbeitet wieder eingestellt.
    Ziel meines Blogs ist es, die Behandlung der Fibromyalgie mit Guaifenesin zu dokumentieren. Auch darüber hinaus kann hier gern diskutiert werden. Inhalte, die m.E. nicht förderlich für den Blog sind, werden von mir entfernt.
    Freundliche Grüße, Barbara

  5. Ich möchte hier einige Ergänzungen einbringen. Da ich dem Forum http://www.contra-dem-schmerz.de welches seit 2004 Betroffene bei der Guaifenesintherapie begleitet angehöre, möchte ich deren Erfahrungen zur Dosisfindung hier einbringen. Zunächst wurde die Gesamttagesdosis wie es auf Dora Maiers Seite stand, morgens und abends eingenommen. Nachdem wir aber 2005 zu dem amerikanischen Forum, welches Claudia Marek leitet, eine enge Mitarbeiterin von Dr. Amand Kontakt aufnahmen, war sie entsetzt zu hören, dass wir das Pulver mit seiner Kurzzeitwirkung nur zweimal am Tag einnahmen. Sie empfahl uns dringend auf mindestens drei bis vier Einzeldosen zu gehen, die Gesamttagesmenge aber NICHT zu verändern.
    Dadurch kamen wir dem langwirkenden Guaifenesin, welches Dr. Amand hauptsächlich verwendet, erheblich näher. Unsere Pausen wurden kürzer, die Ausschwemmzeiten länger.
    Wir sammelten bereits sehr früh bei einer ganzen Reihe von Mitgliedern wertvolle Informationen zur Dosisfindung. Die wesentlichste Erkenntnis war und ist noch immer, dass bei der Erhöhung mit Pulver neben der jeweiligen MENGE Guaifenesin auch die HÄUFIGKEIT der Dosiseinnahme unbedingt Beachtung finden muss. Ansonsten kommt es zu verstärkten Schmerzen und die Betroffenen gehen wieder auf ihre Anfangsdosis zurück und verschenken wertvolle Ausschwemmungszeit. Denn bei Nichtbeachten von Guaifenesinmenge UND Häufigkeit der Dosiseinnahme kommt es zu einer DOPPELTEN Steigerung der Wirksamkeit des Guaifenesins und zu starke Schmerzen sind vorprogrammiert. Das heißt konkret: Wenn ich bei Pulver mit 2 x 300 mg beginne, so teile ich bei der ersten Erhöhung auf 3 Einzeldosen, verändere aber noch nicht die Gesamtdosis. Die erste Erhöhung sieht dann folgendermaßen aus: Gesamttagesdosis von 600 mg auf 3 Einzeldosen, also 200-200-200 mg (=600 Gesamttagesdosis) aufteilen. Während unser Körper bei zwei Einnahmen etwa 10 Stunden ausschwemmte, wird bei drei Einzeldosen etwa 15 Stunden lang ausgeschwemmt. Hätte ich nun gleich auf 3 x 300 mg erhöht, so wäre ich von 600 auf 900 mg + von 10 Stunden auf 15 Stunden Ausschwemmungszeit gekommen. Kein Wunder, dass bei vielen die Schmerzen unerträglich wurden. Auch bei vier Dosen zunächst bei der bisherigen Guaifenesinmenge bleiben und diese durch vier Einzeldosen teilen. Erst wenn sich der Körper an die Erhöhung gewöhnt hat, auch die Gesamttagesmenge steigern! Sehr ungünstig wirkt sich ein häufiges Hin und Her der Dosis aus, also mal mehr probieren und wieder zurückkehren auf die alte Dosis. Der Körper reagiert dann mit erhöhter Schmerzempfindlichkeit. Claudia Marek empfiehlt in solchem Fall die Therapie zu unterbrechen, 14 Tage lang zu pausieren und dann noch einmal ganz von vorn mit der Guaifenesintherapie beginnen.

    Da uns Dr. Amand kürzlich mittelte, dass er keinerlei Erfahrungen mit unserem Guaifenesinpulver sammeln konnte, müssen wir uns leider bzw. unbedingt in Deutschland auf unsere über 8 jährigen Erfahrungswerte stützen.
    Die positive Wirkung unserer Vorgehensweise wurde im Forum durch viele Beispiele belegt.

    Da wir ALLE Dr. Amands Guaifenesintherapie in Deutschland bekannter machen wollen, um das unendliche Leid vieler Fibromyalgie-Betroffener lindern zu helfen, kommt es darauf an, gegenseitige Erfahrungswerte zu nutzen und allen Guaifenesin-Anwendern zur Verfügung zu stellen.

    Mit freundlichen Grüßen
    eine Guai-Anwenderin

    1. Hallo Guai-Anwenderin :-),
      vielen Dank für diese Ergänzungen!
      Nun habe ich schon erhöht auf 4x300mg…
      Bei mir machten die Erhöhungen bisher keine Probleme-im Gegenteil, ich hatte direkt im Anschluß immer einen Energieschub für ein paar Tage. Auch bei der letzten Erhöhung auf 4x300mg. Ich komme zum Glück gut zurecht. Vielleicht ein nicht ganz typischer Verlauf.
      Es gibt aber ja auch Andere, die sehr stark reagieren. Für diese Betroffenen ist das doch ein sehr guter Hinweis!

      Sehr gut finde ich auch Ihre Aussage im letzten Absatz.
      Bleibt mir also nur noch vielen Dank zu sagen für diese Informationen zur Dosisfindung!

      Freundliche Grüße, Barbara

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.