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Guaifenesintherapie – Fragen und Antworten

Die Guaifenesintherapie lässt immer wieder Fragen aufkommen. Ich bin durch die YouTube-Kommentare gegangen und habe alte und aktuelle Fragen zur Guaifenesintherapie gefunden. Hier findest Du Antworten zu Blockierungen, zum Guaifenesin, zur Kartierung und weiteres.

Guaifenesintherapie - Fragen und Antworten

Was ist Guaifenesin?

Guaifenesin ist ein Wirkstoff, der im Mittelalter entdeckt wurde. Heute ist dieser Wirkstoff apothekenpflichtig, nicht verschreibungspflichtig. Man bekommt ihn also ohne Rezept. Bei der Guaifenesintherapie handelt es sich um eine alternative Therapie zur Behandlung der Fibromyalgie. Der Begründer dieser Therapie ist ein kalifornischer Arzt, Dr. St. Amand, der inzwischen pensioniert ist. Er hat Jahrzehnte seines Berufslebens mit der Fibromyalgie und der Therapie verbracht und mehrere Bücher dazu geschrieben. In Deutschland gibt es auch ein  übersetztes Standardwerk, das fast alle Therapieanwender gelesen haben. Im deutschen Werk schreibt Dr. St. Amand zur Guaifenesintherapie:

„Es entstand um das Jahr 1530, als ein Destillat aus gekochter Baumrinde mit dem Namen Guaiacum, das – ob Sie es nun glauben oder nicht – weit verbreitet zur Behandlung von Rheuma genutzt wurde. Es wurde sogar zur Gichtbehandlung eingesetzt. Eine im Jahr 1928 geschriebene Abhandlung beschrieb seinen Wert bei der Linderung von Wachstumsschmerzen und mehreren anderen Symptomen, die heute leicht als die der Fibromyalgie identifizierbar sind. Guaiacum wurde zu Guaiakulat gereinigt und erschien vor ungefähr 70 Jahren als Hustensaftmischung. Es wurde irgendwann synthetisiert und vor etwa 35 Jahren in Tablettenform gepresst und Guaifenesin genannt. Seine ursprüngliche Wirkung wurde jedoch nie ganz vergessen. In der roten Liste der Pflanzenmedizin hat Guaiakum offiziell eine Indikation für Rheumatismus.“*

*Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Frau Dora Maier.

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Wirkt die Guaifenesintherapie bei allen Fibromyalgikern?

Dr. St. Amand berichtet, dass die Therapie bei ungefähr 10 Prozent seiner Patienten nicht anschlägt. Ich denke, dass das eine sehr realistische Einschätzung ist, denn keiner hat so viele Patienten im Zusammenhang mit der Guaifenesintherapie begleitet und dies auch so umfangreich dokumentiert wie er. Ich bin davon überzeugt, dass hinter den meisten misslungenen Therapieversuchen ein Therapiefehler steckt. Einer der Gründe, weshalb ich immer empfehle, die Guaifenesintherapie mit Kartierungen begleiten zu lassen. Ich habe schon unzählige Betroffene bei meinen Kartierungen kennen gelernt, die jahrelang das Guaifenesin nahmen, aber keine Verbesserungen erlebten. Die Kartierungen zeigten dann, dass der linke Oberschenkel nicht frei war. Sie waren aber davon überzeugt, dass sie ihre Dosis gefunden hatten und nicht blockiert waren.

Kannst Du die Guaifenesintherapie jedem empfehlen?

Ich empfehle die Guaifenesintherapie grundsätzlich niemanden. Jeder ist selbst für seine Gesundheit verantwortlich und muss seine eigenen Entscheidungen treffen. Ich helfe aber jedem, der für sich entschieden hat, die Guaifenesintherapie auszuprobieren. Für mich ist die Guaifenesintherapie alternativlos. Ich kenne nichts, was bei Fibromyalgie genauso gut wirkt wie das Guaifenesin. Bei mir hat sich in den letzten Jahren viel verbessert. Ich hatte im letzten Herbst zwei freie Oberschenkel und mir geht es um einiges besser als noch vor einigen Jahren. Ich habe zwar noch Symptome, aber in einer milden Form.

Was heißt „sich kartieren lassen“?

Bei einer Körperkartierung werden Schwellungen und Verhärtungen an Muskeln, Sehnen und Bändern an der Körperoberfläche abgetastet. Diese werden dann in eine Körperkarte eingezeichnet. Die Kartierung zeigt bei der Guaifenesintherapie den Behandlungsfortschritt. Auch unterstützend bei der Dosisfindung kann eine Kartierung helfen. Blockierung können festgestellt werden, wenn man mehrere Kartierungen miteinander vergleicht. In dem Video „Wie läuft eine Kartierung ab?“ kannst Du Dich noch ausführlicher über die Kartierung informieren.

Guaifenesintherapie - Fragen und Antworten

Kann die Guaifenesintherapie bei gleichzeitiger Einnahme von Cymbalta begonnen werden?

Ja, die Inhaltsstoffe des Medikaments blockieren das Guaifenesin nicht.

Darf man pflanzliche Schlafmittel während der Guaifenesintherapie nehmen?

Nein, pflanzliche Schlafmittel wie zum Beispiel Baldrian darf man während der Guaifenesintherapie nicht einnehmen. Pflanzliche Stoffe, die im Körper eine Wirkung erzielen, liegen in hoher Konzentration vor. Das entspricht einer Menge, die mit Lebensmittel nicht gegessen werden können. Der Körper nimmt dadurch eine große Dosis von Salicylaten auf, die nicht alle verstoffwechselt werden können und so das Guaifenesin blockiert.

Können Pollen in der Luft, die sich auf die Haut setzen, das Guaifenesin blockieren?

Ich denke nicht, dass das möglich ist. Die Salicylate müssen für eine Blockierung in den Blutkreislauf gelangen. Anders wäre es, wenn man die Pollen sammeln, mörsern und in eine Creme geben würde, die man auf die Haut aufträgt.

Fall Du noch weitere Fragen hast, dann schau gerne mal in meiner Facebookgruppe vorbei.

Urheber: Travelian https://www.flickr.com/people/43470107@N07 Quelle: Flickr: Guayacan tree flower – Guaiacum coulteri – https://www.flickr.com/photos/43470107@N07/6858144024 Lizenz: Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“ https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de Name: Guaiacum coulteri.jpg

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